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Teigwissen

Semola für Pizza richtig nutzen

Semola ist ein Produkt aus Hartweizen. Beim Pizzamachen wird sie meist nicht in den Teig gemischt, sondern sparsam zum Lösen, Anheben und Ausbreiten reifer Teiglinge verwendet.

Was ist Semola?

Semola bezeichnet Hartweizengrieß beziehungsweise daraus vermahlene Produkte. Für Pizza ist meist feine, erneut vermahlene Semola gemeint – oft als Semola rimacinata bezeichnet. Sie fühlt sich deutlich feiner an als grober Grieß und verteilt sich deshalb gleichmäßiger auf Teig und Arbeitsfläche.

Sie ist nicht dasselbe wie normales Pizzamehl. Mehl bildet den Teig; Semola hilft vor allem beim Handling an der Oberfläche.

Wofür Semola beim Pizzateig praktisch ist

Teigling aus der Box nehmen
lösen

Eine kleine Menge auf den Rand und unter den Teigling geben, bevor du ihn mit einem Teigspachtel oder der Hand anhebst.

Teigling ausbreiten
gleiten

Eine dünne Schicht auf der Arbeitsfläche verringert das Anhaften, während du den Ball vorsichtig von der Mitte nach außen drückst.

Vor dem Einschießen
kontrollieren

Ein wenig Semola kann helfen, die Pizza auf der Schaufel zu verschieben. Überschuss sollte vor dem Ofen abgeklopft werden.

So nutzt du sie beim Pizzaballen

  1. Streue nur wenig feine Semola auf die freie Arbeitsfläche.
  2. Löse den Teigling in der Box zuerst vorsichtig am Rand – nicht von oben zusammendrücken.
  3. Gib bei Bedarf etwas Semola unter die Unterseite, dann hebe den Teigling behutsam heraus.
  4. Lege ihn auf die Arbeitsfläche und drücke die Mitte aus. Den Rand lässt du möglichst in Ruhe.
  5. Wende den Teigling nur so oft wie nötig. Jede zusätzliche Menge an Semola bleibt sonst an der Unterseite.

Gerade bei weicherem Teig ist das Ziel nicht, möglichst viel Trennmittel einzusetzen. Das Ziel ist, den Teigling sanft zu lösen und seine eingeschlossene Luft zu bewahren.

Warum nicht einfach beliebigen Hartweizengrieß?

Hartweizengrieß aus dem Supermarkt ist nicht grundsätzlich falsch. Entscheidend ist die Körnung: Viele Produkte sind für Pasta, Grießbrei oder Aufläufe gedacht und deutlich gröber als feine Semola rimacinata.

Grobere Körner verteilen sich unter einem weichen Teigling weniger gleichmäßig. Sie können sich körnig anfühlen, haften stärker an der Unterseite und bleiben leichter auf Schaufel oder Pizzaboden zurück. Bei sehr heißem Backen können liegengebliebene Reste außerdem unangenehm dunkel werden.

Wenn du Supermarkt-Hartweizengrieß verwenden möchtest, wähle ausdrücklich eine feine Variante. Für das regelmäßige Formen von Pizza ist fein gemahlene Semola rimacinata meist die besser kontrollierbare Wahl. Sie ersetzt aber nicht die richtige Teigreife und eine saubere, sparsame Arbeitsweise.

Wie viel ist richtig?

Weniger als man denkt. Wenn die Arbeitsfläche sichtbar dick gelb bestäubt ist, ist es meistens zu viel. Überschüssige Semola verändert nicht das Rezept im Teigplaner, kann aber den Boden trocken oder fleckig machen. Klopfe deshalb vor dem Belegen und vor dem Einschießen überschüssige Körner behutsam ab.

Semola und Hydration gehören zusammen

Je weicher ein Teig im Handling wirkt, desto wichtiger wird ein ruhiges Lösen und Formen. Die Hydration erklärt das Wasser-Mehl-Verhältnis; Semola hilft beim Umgang mit der Oberfläche. Lies dazu auch den Artikel Hydration beim Teig.

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